Wie zu erwarten war, entwickelt sich der Markenrechtsstreit zwischen Jack Wolfskin und den handwerkelnden Damen von Dawanda zum PR-Gau für den Bekleidungshersteller.
Inzwischen wehren sich die streitbaren “Bastelmuttis” mit einer eigenen Webseite.
http://etsyforeveryone.typepad.com/pfotenfrei/
Ist die Tatze überhaupt schützenswert und was taugen JW-Anoraks im rauen Gelände? – fragt gedankenblitze.ch

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Die Blogosphere macht mobil.
„Wir verdrängen den einen oder anderen vielleicht vom Markt, aber wir machen den Markt insgesamt auch größer.“
(Manfred Hell, Unternehmenschef, im FAZ-Interview, veröffentlicht am 17.07.09)
Die Masse der Diskutanten respektiert das Recht von Herstellern, sich ihre Produkte schützen zu lassen. Aber wie weit darf dieser Schutz gehen?
Impactsuspect bringt’s auf den Punkt:

- Der Abmanhstreit, der bereits Anfang Oktober begann, hat jetzt über Twitter und diverse Blogs die US Web Community erreicht.
- Überall im Netzt bilden sich Unterstützergruppen, z.B. auf Facebook.
- Es wird bereits in der Web Community Geld für Unterstützung gesammelt. Diverse Anwälte haben Unterstützung angeboten.
- Über Twitter haben sich verschiedene Leute beklagt, dass sie wegen des großen Tatzenlogos auf ihrer Jacke in der Öffentlichkeit schief angesehen werden und es ihnen peinlich ist. (Natürlich kann jetzt nicht jeder seine teuer gekaufte Jacke im Schrank lassen.)
- Die Presseerklärung von Jack Wolfskin wird in den diversen Blogs und Foren nach Strich und Faden verdammt. Offenbar haben sie damit nur noch mehr Öl ins Feuer gegossen. (Laut JW Homepage ist die hauptamtliche Pressesprecherin gerade im Babyurlaub. Offenbar sitzen jetzt dafür die Laien am Drücker.)
- Überall findet sich Häme im Web:
- Lieblingssong “Hit the road, Jack” (Hau ab, Jack)
- “Die haben sich die Tatzen verbrannt!”
- Logos mit zwei statt drei Krallen
- Angebote von Fliegenpilzstickern, um das Tatzenlogo auf bereits gekauften Sachen zu überkleben (eine der betroffenen Frauen bieten schon seit längerem dieses Motiv an) - Darüber hinaus werden auch immer mehr Fälle bekannt, in denen ähliche Tatzen-Logos verwendet wurden, ohne, dass diese Hersteller von JW abgemahnt wurden. Das läßt die Sache so aussehen, dass man sich offenbar nur an die Kleinen ran traut.
- Beschädigung des Markenimages: JW stand einmal für das Gefühl von (Outdoor-) Freiheit. Jetzt stehen sie ehr als kleinkarierte bösartige Bürokraten da.
Pisa-Studie (für Wolfsfans)
Tss, diese Hobbybastler sind schon renitent!
“Ich war eine Pfote” Buttons
“Probleme bei Volkswagen” Poster
Tierspielzeug “Jetzt spielt die Katze mit dem Wolf”

Betroffenenliste aus dem Dawanda-Forum
Focus Online: Jack Wolfskin gibt nicht nach. (20.10.09 11:22 Uhr)
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